Chiemsee - das bayerische Meer See

Das „Bayerische Meer“ ist der größte See in Bayern und der drittgrößte See Deutschlands...

Der Chiemsee ist wunderbar gelegen vor den Chiemgauer Bergen und mit seiner Größe von knapp 80 km² der größte See Bayerns sowie der drittgrößte See Deutschlands. Seine maximale Tiefe beträgt 73 Meter, die Tiroler Ache und die Prien sind die wichtigsten Zuflüsse, bei Seebruck verlässt die Alz den Chiemsee.

Entstanden ist der Chiemsee gegen Ende der Eiszeit vor etwa 10.000 Jahren. Gletscherzüge schufen die Landschaft der heutigen Urlaubsregion Chiemsee-Alpenland: Berge, Hügel, Seen, Moore und mehr.

Die Inseln gehören zum Landkreis Rosenheim, sie bilden gemeinsam die kleinste politische Gemeinde in Bayern:

  • die weltberühmte Herreninsel mit Schloss Herrenchiemsee,
  • Fraueninsel mit Kloster Frauenwörth
  • die nicht bewohnte Krautinsel. Die Krautinsel, die dritte und kleinste Insel auf dem Chiemsee, trägt ihren Namen vom Gemüseanbau, den die Nonnen dort betrieben. Die Insel ist unbewohnt und kann nicht besichtigt werden.
  • Die winzige vierte Insel nahe der Fraueninsel trägt den Namen Sahara. Auf ihr steht nur ein Baum.

Einzigartig ist auch die Lage an der Autobahn A8: Heutzutage undenkbar, in den Bauzeiten der 1930er Jahre noch möglich, verläuft die Autobahn München-Salzburg manchmal so nahe am südlichen Chiemsee, dass man als Autofahrer direkt auf dem See zu fahren scheint. Doch der größte Teil des Chiemseeufers ist naturbelassen, Wiesen und Moore reichen bis ans Wasser. Viele Ortschaften laden mit Seepromenaden zum Bummeln ein.

Amüsante Falschschreibweisen wie Chimsee oder Cimsee oder die Aussprache "Schiemsee" werden historisch widerlegt: Der Name für den Chiemsee wie für die Region Chiemgau lässt sich auf den althochdeutschen Personennamen Chiemo zurückführen.

Was können Sie am Chiemsee unternehmen?

Die Landschaft um den Chiemsee ist eines der beliebtesten Erholungsgebiete Bayerns. Wir empfehlen Ihnen:

Flora und Fauna

Der See steht unter dem Schutz der internationalen Ramsar-Konvention, die Uferregion ist Landschaftsschutzgebiet und der Chiemsee wurde von der Umweltschutzorganisation Global Nature Fund (GNF) zum „Lebendigen See des Jahres 2014“ ausgezeichnet. Der Chiemsee ist weiterhin als Fauna-Flora-Habitat-Gebiet in die Liste europäischer Schutzgebiete aufgenommen.

Ruhezonen

Um dieses vielfältige Ökosystem zu schützen und zu nutzen, wurden Naturbeobachtungstürme und teils zeitlich befristete Ruhezonen eingerichtet. In diesen Ruhezonen ist das Schwimmen, Ankern und Befahren mit Wasserfahrzeugen nicht erlaubt, Bojen und Tafeln kennzeichnen diese Bereiche. Im Schilfbereich sollen laichende Fische oder brütende Vögel geschützt werden, Jungfische benötigen ruhiges Flachwasser, Vögel in der Mauser oder im Winter sollen vor Störungen geschützt werden.

>>Flyer "Ruhezonen am Chiemsee" (PDF)

Vogelarten

Die biologische Vielfalt sorgt für den Lebensraum für viele bedrohte Vogelarten. Fast 30.000 Wasservögel (darunter seltene Watvögel und Rohrsänger) überwintern und rund 3.000 brüten hier sogar, der Weißstorch rastet hier auf seinem Durchzug nach Afrika. Im Winter sind rosa Flamingos häufig zu Gast auf Felserhebungen in der Nähe der Fraueninsel.

Naturschauspiele

Auch die Flora rund um den Chiemsee ist einzigartig, z.B. lässt sich dort die äußerst seltene Orchideenart "Sommer-Drehwurz" finden, die zur Orchidee des Jahres 2016 gekürt wurde.

Im Süden und im Norden des „Bayerischen Meeres“ liegen ausgedehnte Moore. Ein Besuch lohnt sich: Die Eggstätt-Hemhofer Seenplatte, das älteste Naturschutzgebiet Bayerns, ist ein weitgehend unangetastetes Idyll mit 17 Seen und noch viel mehr seltenen Pflanzen und Tieren. In aller Stille leben hier fast 50 von 70 in Bayern bekannten Libellenarten.

Die Kendlmühlfilze, das größte Hochmoor im südostbayerischen Raum, liegt im Süden des Chiemsees. Dieses Naturjuwel ist zu jeder Jahreszeit ein lohnendes Ausflugsziel. Besonders schön ist es im Frühsommer, wenn das Wollgras mit seinen weißen Blütenständen die Landschaft überzieht. Ein weiteres Naturschauspiel zeigt sich etwas später im Sommer, sobald das blühende Heidekraut das gesamte Moor violett erscheinen lässt. Die Kendlmühlfilze hat sich aus einer Verlandungszone des ehemals weitaus größeren Ur-Chiemsees entwickelt.

Im Süden bildet die Tiroler Achen der Zufluss des Chiemsees an seiner Mündung das besterhaltene und einzigartige Binnendelta Mitteleuropas. Es steht unter Naturschutz und darf nur aus der Ferne betrachtet werden, etwa bei einer Bootstour aus der Veranstaltungsreihe „Der Natur auf der Spur“. Dagegen bietet der Abfluss auf der gegenüberliegenden Seite ein Sommervergnügen der besonderen Art. Wer bei Seebruck ein Schlauchboot oder Floß besteigt, kann sich auf der seichten, langsamen Alz bis nach Truchtlaching zu einer der schönsten Flussbadestellen Bayerns treiben lassen. Die Tourist-Information in Seebruck bietet diese Touren auch auf einem Floß an.

Kontakt

Chiemsee-Alpenland Buchungs- und Infocenter
Felden 10
83233 Bernau am Chiemsee

Telefon +49 (0)8051 955550

info@chiemsee-alpenland.de

www.chiemsee-alpenland.de


Reiseauskunft der Deutschen Bahn AG

Geben Sie bitte Ihren gewünschten Abfahrtsort ein. Sie können auch die Straße und Hausnummer mit eingeben, für eine genaue Berechnung der Strecke.